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SKMR-Themenbereich: Geschlechterpolitik

Der Themenbereich Geschlechterpolitik des SKMR befasst sich mit der Umsetzung menschenrechtlicher Vorgaben zur Verhinderung von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit, der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung.

Das Gebot der Nichtdiskriminierung und der Gleichbehandlung aufgrund des  Geschlechts ist eine der grundlegendsten Normen der Allgemeinen Menschenrechtserklärung und der Menschenrechtsverträge der UNO und des Europarates, welche die Schweiz ratifiziert hat. Die umfassende Gleichstellung der Frau verlangt sodann das Übereinkommen über die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW).

Wichtige Brennpunkte für das SKMR stellen unter anderen folgende Problemstellungen dar:

  • Geschlechtsspezifische Formen von Gewalt insbesondere Gewalt gegen Frauen und Menschenhandel
  • Strukturelle und institutionelle Diskriminierung aufgrund des Geschlechts (im Erwerbsleben, im Bildungswesen, im Bereich politische und gesellschaftliche Partizipation etc.)
  • Umgang mit Mehrfachdiskriminierung und indirekter Diskriminierung aufgrund des Geschlechts bzw. der sexuellen Orientierung
  • Inter- und Transsexualität
  • Geschlecht und kulturelle Identität im Lichte der grund- und menschenrechtlichen Garantien
  • Spezifische Fragestellungen betreffend Rechte von Migrantinnen
  • Gleichstellung im Kontext von Ehe und Familie (Sorgerecht, Scheidungsrecht, Namensrecht etc.)

Kompetenzen

Das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung der Universität Bern (IZFG) übernimmt die Federführung im Themenbereich Geschlechterpolitik innerhalb des SKMR. Das Zentrum hat sich in Lehre, Forschung und Dienstleistung mit der Thematik der Menschenrechte von Frauen sowie mit Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Geschlechtsidentität oder der sexueller Orientierung befasst. In öffentlichen Vorlesungsreihen, Workshops und Tagungen hat es unterschiedliche Aspekte der Menschenrechte von Frauen thematisiert, so etwa internationale Standards, Fragen des Umfangs staatlicher Sorgfaltspflicht bei der Umsetzung der Menschenrechte von Frauen, die Bedeutung des Geschlechts im Rahmen migrationsrechtlicher und entwicklungspolitischer Fragestellungen. Das IZFG verfügt über eine reiche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Behörden und mit NGOs im Bereich der Geschlechterpolitik.

Aktivitäten

Der Themenbereich Geschlechterpolitik wird auf Mandatsbasis die Umsetzungspraxis der menschenrechtlichen Normen in der Schweiz dokumentieren und evaluieren, Informationen über Standards und Best Practises bereitstellen, praxisrelevante und anwendungsorientiere Studien erarbeiten sowie Weiterbildungs- und Beratungsangebote zur Verfügung stellen. Sie erbringt im Auftrag von interessierten Kreisen (Behörden auf Ebene Bund, Kantone und Gemeinden, private Institutionen, Unternehmen und Organisationen) entsprechende Dienstleistungen und unterstützt  somit die zentralen Akteure dabei, die menschenrechtlichen Normen in der Schweiz korrekt und nachhaltig umzusetzen.