Menschenrechtsbildung

Human Rights Education 2020 gegründet

Eine globale Koalition von zivilgesellschaftlichen Organisationen wird die Umsetzung von Menschenrechtsbildung weltweit fördern

Bedeutung:

  • Das Recht auf Menschenrechtsbildung beinhaltet den Anspruch aller Menschen, einen Zugang zu Menschenrechtsbildung zu haben.
  • Die UN-Deklaration zu Menschenrechtsbildung und -training hat dieses Recht bekräftigt.
  • Eine globale Koalition von zivilgesellschaftlichen Organisationen möchte nun die Menschenrechtsbildung global gezielt fördern.

Das Recht auf Menschenrechtsbildung verpflichtet alle UN-Mitgliedstaaten – auch die Schweiz – im Bereich Menschenrechtsbildung aktiv zu sein, damit alle Menschen Zugang zu Menschenrechtsbildung haben.

Amnesty International, Human Rights Educations Associates HREA, Soka Gakkai International und neun weitere Organisationen haben gemeinsam "Human Rights Education 2020" gegründet. HRE 2020 ist eine globale Koalition von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Menschenrechtsbildung fördern möchten, indem sie die Umsetzung von bestehenden internationalen Standards und Verpflichtungen unterstützen und stärken.

HRE 2020 wurde anlässlich des zweiten Jahrestags der Verabschiedung der UN-Deklaration über Menschenrechtsbildung und -training durch die UN-Generalversammlung am 19. Dezember 2011 lanciert. Dieses historische Dokument anerkannt das Recht jedes Menschen auf Zugang zu Menschenrechtsbildung. 

"Mit der UN-Deklaration über Menschenrechtsbildung und -training und dem UN-Weltprogramm für Menschenrechtsbildung existieren klare Standards und Verpflichtungen für Menschenrechtsbildung. HRE 2020 hat zum Ziele, diese Standards und Verpflichtungen systematisch zu überwachen, um die erfolgreiche Umsetzung sicher zu stellen", sagt Adele Poskitt, Program Associate bei HREA und Koordinatorin von HRE 2020. "Wir rufen die Regierungen dazu auf, mehr Verantwortung zu übernehmen, weil umfassende Bildung in, durch und für Menschenrechte Wissen weitergibt, Fähigkeiten vermittelt und Individuen befähigt, Menschenrechte im Alltag zu fördern, verteidigen und anzuwenden." 

Sneh Aurora, International Human Rights Education Manager bei Amnesty International, fügt hinzu: "Eines der Ziele von HRE 2020 ist, die Zivilgesellschaft in der Anwendung von internationalen Menschenrechtsmechanismen, Instrumenten, Standards und Richtlinien zu unterstützen und zu stärken, damit sie dadurch Regierungen zur Rechenschaft ziehen können".

Zur Zeit setzt sich die globale Koalition aus folgenden Organisationen zusammen: Democracy and Human Rights Education in Europe in Europe (DARE Network), Forum Asia, Human Rights Education Associates (HREA), Human Rights Educators USA (HRE USA), Hurights Osaka, Informal Sector Service Centre (INSEC), Institute for Human Rights and Development in Africa (IHRDA), People’s Watch, Peruvian Institute for Human Rights and Peace (IPEDEHP), Raoul Wallenberg Institute of Human Rights and Humanitarian Law, and Soka Gakkai International.

"HRE 2020 ist eine wachsende globale Koalition und wir freuen uns darauf, gemeinsam die Umsetzung von Menschenrechtsbildung sicher zu stellen", bestätigt Kazunari Fujii, Direktor des Soka Gakkai International UN-Verbindungsbüros in Genf. 

12.03.2014