Menschenrechtsbildung

Menschenrechtsverteidiger/innen: Fotoausstellung und Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe

Hilfreiche didaktische Materialien von Amnesty International

Bedeutung für die Praxis

  • Schulen, Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe können eine Fotoausstellung und neue Unterrichtsmaterialien nutzen, um sich mit dem Thema Menschenrechte auseinanderzusetzen.
  • Die Fotoausstellung und die Unterrichtseinheiten behandeln mit Fokus auf Menschenrechtsverteidiger/-innen aktuelle Themen in unterschiedlichen Ländern.

Fotoausstellung

„Menschenrechtsverteidiger/innen. Engagement um jeden Preis“ ist ein Fotoprojekt, das die Fotografin Sofía Moro in Zusammenarbeit mit Amnesty International erarbeitet hat. Es ist ein kollektives Porträt, das Schritt für Schritt aus Geschichten des Widerstands gegen Willkür und Gewalt und des Engagements für Gerechtigkeit erstellt wurde. Sofía Moro hat nur einige wenige von vielen ähnlichen Biographien gesammelt, die sich auf der ganzen Welt finden. Ziel des Projekts ist es, den Menschenrechten ein Gesicht zu geben und diejenigen Menschen zu zeigen, die sich wehren, wenn andere eine Ungerechtigkeit erleiden.

Amnesty International Schweiz hat aus diesen Fotomaterialien eine Foto-Ausstellung entwickelt, die von Schulen, Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden kann, um sich dem Thema der Menschenrechte anzunähern.

Was sind Menschenrechtsverteidiger/innen?

Menschenrechtsverteidiger/innen sind Menschen oder Organisationen, welche sich gegen Menschenrechtsverletzungen und für deren Opfer einsetzen. Viele von ihnen riskieren dabei ihre Freiheit und ihr Leben.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International setzen sich intensiv für eine Anerkennung und einen besseren Schutz von Menschenrechtsverteidigern/-innen in allen Ländern ein. Ohne deren Engagement würde ein grundlegendes Element im Kampf für eine gerechtere Welt fehlen.

Menschenrechtsverteidiger/innen engagieren sich in komplexen und oft gefährlichen Situationen, die von bewaffneten Konflikten, Armut, politischer Unterdrückung oder Diskriminierung geprägt sind. Trotzdem stehen sie aus ihrer Verpflichtung den Mitmenschen gegenüber öffentlich für die Rechte aller Menschen inklusive von Frauen, Kindern, indigenen Völkern, Flüchtlingen, intern Vertriebenen, ethnischen, religiösen, sexuellen oder sprachlichen Minderheiten ein.

Unterrichtsmaterialien zur Fotoausstellung

Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit Amnesty International Schweiz entwickelten Studierende des Spezialisierungsstudiums „Menschenrechtsbildung“ am Zentrum für Menschenrechtsbildung (ZMRB) der Pädagogischen Hochschule Luzern in kleinen Teams Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe zur Foto-Ausstellung über Menschenrechtsverteidiger/innen. Dabei wurden sie von Gaëlle Lapique, Koordinatorin Menschenrechtsbildung von Amnesty International Schweiz, und Peter G. und Thomas Kirchschläger, Leitung ZMRB der PH Luzern, begleitet. Die vier Unterrichtseinheiten führen in die Menschenrechte ein oder greifen aktuelle Themen auf wie z. B. das Recht auf Meinungsfreiheit und der sogenannte „Arabische Frühling“.

Die neuen Unterrichtseinheiten ermöglichen es den Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern, zusätzlich zur Foto-Ausstellung an ihrer Schule die Auseinandersetzung mit den Menschenrechten mit passenden Unterrichtseinheiten inhaltlich zu vertiefen.

Sowohl die Fotoausstellung als auch die Unterrichtseinheiten stehen kostenlos zur Verfügung und können online bestellt bzw. heruntergeladen werden.

11.12.2013