Menschenrechtsbildung

UNO-Weltprogramm für Menschenrechtsbildung

Medienschaffende im Fokus der dritten Phase 2015-2019

Bedeutung für die Praxis

  • Das UNO-Weltprogramm für Menschenrechtsbildung richtet sich an die ganze Staatengemeinschaft. Somit ist auch die Schweiz gehalten, die dritte Phase des Programms umzusetzen.

Am 27. September 2013 proklamierte der UNO-Menschenrechtsrat mit der Resolution Nr. 24/15 die dritte Phase des UNO-Weltprogramms für Menschenrechtsbildung. Die Resolution wurde von der Platform für Human Rights Education and Training verfasst, einer Ländergruppe bestehend aus Costa Rica, Italien, Marokko, den Philippinen, Senegal, Slowenien und der Schweiz.

Das UNO-Weltprogramm für Menschenrechtsbildung wurde im Jahr 2004 von der UNO-Generalversammlung ausgerufen, um die Menschenrechtsbildung in allen Sektoren zu fördern. Die erste Phase des Programms (2005-2009) fokussierte auf Menschenrechtsbildung in der Primar- und Sekundarschule. Die zweite Phase (2010-2014) widmet sich der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen, Angestellten im öffentlichen Dienst, Polizei- und Ordnungskräften, sowie der Armee.

Das Weltprogramm richtet sich in erster Linie an die Staatengemeinschaft. In sogenannten Aktionsplänen werden für jede Phase Ziele, Methoden und Vorschläge für spezifische Massnahmen definiert, welche die Staaten und andere Akteurinnen und Akteure in der Umsetzung unterstützen sollen.

Menschenrechtsbildung für Medienschaffende sowie Journalistinnen und Journalisten im Fokus

Der Menschenrechtsrat hält in seiner Resolution Nr. 24/15 vom 27. Sept. 2013 fest, dass während der fünf Jahre dauernden dritten Phase des Weltprogramms (2015-2019) die Aus- und Weiterbildung von Medienschaffenden im Bereich Menschenrechtsbildung gefördert werden soll. Dabei soll das Thema Gleichstellung und Nicht-Diskriminierung im Zentrum stehen mit dem Ziel, Vorurteile und Gewalt zu bekämpfen, sowie Respekt für Diversität, Toleranz, interkulturellen und interreligiösen Dialog, und soziale Inklusion zu fördern. Ausserdem soll dazu beigetragen werden, die breite Öffentlichkeit in Bezug auf die Universalität, die Unteilbarkeit und die wechselseitige Abhängigkeit der Menschenrechte zu sensibilisieren (vgl. Ziff. 3).

Sowohl der thematische Fokus als auch die Definition der Zielgruppe sind das Resultat intensiver Diskussionen zwischen den Mitgliedstaaten der Platform on Human Rights Education and Training. Dabei stützten sie sich insbesondere auf Stellungnahmen diverser Staaten sowie Menschenrechtsinstitutionen und -organisationen, die im  Bericht (A/HRC/24/24) zusammengefasst sind.

Weitere Schritte: Aktionsplan für die dritte Phase des Programmes

Wie in Ziff. 6 der Resolution vorgesehen, wird das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte einen Aktionsplan ausarbeiten. Dazu wird es Staaten, relevante internationale Organisationen, nationale Menschenrechtsinstitutionen und die Zivilgesellschaft konsultieren.

Es ist geplant, dass der Entwurf dieses Dokuments bis Ende Juni 2014 vorliegt und dem UNO-Menschenrechtsrat in seiner 27. Session (voraussichtlich 8.-26. September 2014) vorgelegt wird.

Weiterführung der ersten und zweiten Phase

Nebst dem Fokus auf Medienschaffende ruft die Resolution dazu auf, die Anstrengungen in Bezug auf die Umsetzung der ersten und zweiten Phase des Weltprogramms zu verstärken. Dabei wird unter anderem betont, dass ein besonderes Augenmerk auf Ausbildende in der formellen und nicht-formellen Bildung geworfen werden soll, insbesondere auf jene, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. (vgl. Ziff 2)

11.12.2013