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Über das SKMR

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) ist ein Pilotprojekt im Auftrag des Bundes. Als Dienstleistungszentrum hat es die Aufgabe, die Umsetzung internationaler Menschenrechtsverpflichtungen in der Schweiz zu fördern und Behörden, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen dabei zu beraten und zu unterstützen. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 hat das SKMR über 170 Projekte zur Umsetzung der Menschenrechte in der Schweiz realisiert.

Dienstleistungen für die Menschenrechte

Das SKMR vermittelt Expertise zur Umsetzung der Menschenrechte und erklärt, was menschenrechtskonformes Handeln für ein konkretes Arbeits- und Tätigkeitsumfeld heisst. Es tut dies vor allem durch folgende Leistungen:

  • Praxisorientierte Fachkompetenz in Form von Gutachten, Evaluationen oder Weiterbildungsangeboten
  • Juristische oder sozialwissenschaftliche Studien zur Tragweite und konkreten Umsetzung menschenrechtlicher Normen in der Praxis
  • Förderung des systematischen Austauschs von Know-How und Dialog durch die Organisation von Veranstaltungen und Weiterbildungen
  • Auftritte von SKMR-ExpertInnen bei Podiumsdiskussionen

Das SKMR bietet keine Einzelfallberatung an. Personen, die Rat oder Hilfe suchen, wenden sich bitte an eine professionelle Beratungsstelle.

Zielpublikum

Die Dienstleistungen des SKMR richten sich an Behörden, NGOs und Wirtschaftsakteure. Zu den bisherigen Auftraggebern gehören unter anderem die Gleichstellungsbüros verschiedener Kantone, der Schweizerische Gehörlosenbund, Amnesty International, Caritas, die Nationale Kommission zur Verhütung von Folter und verschiedene Behörden des Bundes.

Anfragen sind an die Geschäftsstelle in Bern zu richten.

Expertise in sechs Themenbereichen

Das SKMR ist inhaltlich breit aufgestellt. Über besondere Expertise verfügt es in sechs Themenbereichen: Migration, Polizei und Justiz, Geschlechterpolitik, Kinder- und Jugendpolitik, Institutionelle Fragen sowie Menschenrechte und Wirtschaft.

Universitäres Netzwerk

Das SKMR hat die Struktur eines universitären Netzwerks. Beteiligt sind die Universitäten Bern, Freiburg, Genf, Neuenburg und Zürich. Seit dem 1. Januar 2016 steht das SKMR unter der Leitung von Prof. Jörg Künzli vom Institut für Öffentliches Recht der Universität Bern. Die Geschäftsstelle ist ebenfalls an der Universität Bern angesiedelt. Sie fungiert als Ansprechstelle für sämtliche Anfragen und koordiniert die Umsetzung der Projekte.

Geschichte

Das SKMR wurde 2011 vom Bund als Pilotprojekt gegründet, im Hinblick auf die Schaffung einer Nationalen Menschenrechtsinstitution in der Schweiz. Das Mandat des SKMR, das ursprünglich auf eine Pilotphase von 2011 bis Ende 2015 begrenzt war, wurde vom Bundesrat 2015 verlängert und läuft bis Ende 2020.

Mehr zur Geschichte des Pilotprojektes SKMR und einer Schweizer Nationalen Menschenrechtsinstitution finden Sie hier.